Am Freitag, den 9. März, zeigen Studierende der Münchner HFF (Hochschule für Fernsehen und Film) ihre Kurzfilm-Projekte aus dem ersten Studienjahr in den Räumen des Haus10 im Kloster Fürstenfeld. Es handelt sich um neun Dokumentar- und Spielfilme in schwarz-weiß, die von den Studierenden innerhalb von zwei beziehungsweise drei Drehtagen realisiert wurden. Einige der Regisseurinnen und Regisseure werden für eventuelle Fragen der Besucher anwesend sein.
Die Filmtitel werden an dieser Stelle noch bekannt gegeben.
Einlass ist um 19:30 Uhr, Beginn um 20 Uhr, der Eintritt beträgt 2 €.
Für Getränke und Popcorn ist gesorgt, wir freuen uns auf euer Kommen!
Programm
metamorphosis (Dokumentarfilm, 2011, 10 Min.) — Frederick Schofield
Chessy ist psychisch krank, sie hört Stimmen, die ihr Befehle geben. Sie ist nicht mehr in der Lage zwischen der Realität und der fiktiven Welt, die sie sich geschaffen hat zu unterscheiden. Hanna ist eine Schülerin und aufstrebende Schauspielerin, die kurz vor einer Premiere steht und gewissermaßen das genaue Gegenteil von Chessy ist. Wo hört die Realität auf und wo fängt die Fiktion an? Das ist eine Frage die auch in der Filmindustrie für hitzige Diskussionen sorgt, denn die Grenzen werden immer schwieriger zu definieren.
3 Momentaufnahmen, bei Tageslicht betrachtet (Dokumentarfilm, 2011, 10 Min.) — Niklas Hoffmann
Eine Großstadt. Ein kurzer Blick ins Leben dreier sehr verschiedener Menschen, irgendwo zwischen Rückblick, Ausblick und Gegenwart.
getragen werden (Dokumentarfilm, 2011, 10 Min.) — Felisa Maria Walter
Lucie-Ann ist neun Jahre alt. Im Alter von zwei Jahren hat sie einen Gehirntumor, dessen Folgen sie heute noch beeinträchtigen. Regelmäßig besucht sie eine heilpädagogische Reittherapiestunde, in der sie im Kontakt mit den Pferden Heilung findet.
15 Minuten Pause
Rosi Kaiser (Dokumentarfilm, 2011, 10 Min.) — Jonas Pflaumer
Die Münchnerin Rosi Kaiser ist Zeitungsverkäuferin von der Tageszeitung (tz) an der U-Bahnstation Odeonsplatz. Ihr afghanischer Kollege Thoki Kabirulla verkauft die „Süddeutsche Zeitung“ (SZ), die „Abendzeitung“ (AZ) und „Die Zeit“, hat die bessere Verkaufsstrategie und ist erfolgreicher. Diese gegensätzlichen Charaktere müssen am gleichen Ort miteinander auskommen und ihre Zeitungen an die Passanten verkaufen.
Bordo Mavi (Dokumentarfilm, 2011, 10 Min.) — Tuna Kaptan
Ein türkisches Café in München. Ein blinder Mann schreit fanatisch „Bordeaux!“ und „Blau!“. 90 Minuten lang zählt nur pure Leidenschaft für eine Mannschaft, die er zwar nicht spielen sieht, mit der er aber umso stärker fühlt.
Nataly (Dokumentarfilm, 2011, 9 Min.) — Julian Krubasik
Eine Ein-Zimmerwohnung am Stadtrand von München. Hier wohnt der 20- jährige Damian mit seiner Freundin und der acht Wochen alten Tochter Nataly. Der Film beschreibt den Balanceakt zwischen Damians neuer Verantwortung als Vater und seinem Leben als Jugendlicher, der selbst ohne Eltern aufgewachsen ist.
15 Minuten Pause
Die Stille wird lauter (Spielfilm, 2011, 14 Min.) — Oliver Mohr
Walter leidet unter Hyperakusis und Phonophobie. Er hört extremer als andere Menschen und hat Angst vor lauten Geräuschen. In seine lärmsicheren Wohnung stehen viele Pflanzen – die einzigen Lebewesen, die er an sich heran lässt. Bis seine Nachbarin Antonia versehentlich die Wand durchbohrt…
The Wrinkle (Spielfilm, 2011, 8 Min.) — Andreas Irnstorfer
Ein kleinwüchsiger Zirkuszauberer beauftragt einen Killer seinen ehemaligen Partner und nun härtesten Konkurrenten – auch ein kleinwüchsiger Zauberer – auszuschalten. Der Profi unterschätzt sein Opfer völlig.
Die Kunst zu stören (Spielfilm, 2011, 10 Min.) — Erec Brehmer
Szenischer Abend an einer Schauspielschule. Schauspielschüler spielen erarbeitete Rollen und Szenen vor ausgewähltem Publikum. Alles scheint ziemlich normal zu verlaufen, bis Lea auf der Bühne erscheint. Und ihren Text vergisst. Und der Abend einen etwas anderen Verlauf bekommt.

